Tiere sind den Menschen untergeordnet und wurden seit jeher als Nahrung für uns Menschen herangezogen. Die Tatsache, dass sie uns untergeordnet sind, legt uns aber dennoch die Pflicht auf, sie als Geschöpfe Gottes zu respektieren und keinesfalls grausam ihnen gegenüber zu sein. Eigentlich esse ich sehr selten Fleisch, aber hin und wieder habe ich doch Gusto auf ein gutes Steak vom Grill. Als ich unlängst einem Freund erzählte, dass ich in biologisch-natürliche Rinderzucht investieren werde, fragte er: Wie kannst du das tun? Wie kannst du Tiere züchten, um sie dann zu töten? Das Gespräch mit meinem Freund fand beim Abendessen statt. Ich frage mich heute noch, was denn seine Vorstellung war, woher das Steak auf seinem Teller kam. Aber ich konnte ihn gut verstehen. Ich habe selbst lange mit mir gerungen, ob ich Fleisch essen soll. Letztlich habe ich für mich entschieden, hin und wieder Fleisch zu essen, aber nur von Tieren, die natürlich und artgerecht gehalten wurden.
Bewusste Ernährung wird immer wichtiger.
Massentierhaltung ist grausam und unnatürlich, Tiere müssen viel Leid ertragen, wenn sie auf so engem Raum zusammengepfercht sind. Aus diesem Grund möchte ich gerne als gutes Beispiel vorangehen: Ich besitze relativ viel Farmland in Florida, und in den kommenden Jahren möchte ich dort Freilandrinder züchten, die völlig natürlich, mit viel Auslauf auf großen grünen Wiesen und mit frischem Wasser aufwachsen. Ich bin davon überzeugt, dass Ernährung eine immer wichtigere Rolle in unserer Gesellschaft spielen wird. Immer mehr Menschen wollen sich bewusst ernähren, also mit Nahrungsmitteln ohne Hormone, Antibiotika, Pestizide oder anderen chemischen Zusätzen. Dabei geht es um einen Bewusstseinswandel in zweierlei Hinsicht: Einerseits haben Massenproduktion von Lebensmitteln und industrielle Tierhaltung negative Auswirkungen auf die Gesundheit, andererseits – und das ist mir wesentlich wichtiger – sind diese Produktionsmethoden schädlich für unsere Umwelt und grausam den Tieren gegenüber. Im Grunde bin ich ein überzeugter Bio-Landwirt. Ich unterstütze strenge Tierschutzgesetze und fördere Forschungseinrichtungen, die sich mit nachhaltiger, biologischer Landwirtschaft befassen, wie etwa das Plant Science Center an der University of Florida, ganz in der Nähe meiner Rinderzucht. Für mich ist natürliche, biologische Landwirtschaft und artgerechte Tierhaltung der Weg in die Zukunft. Daher freut es mich, dass ich schon bald zu jenen Landwirten gehören werde, die Nahrungsmittel erzeugen, die gesund, umweltgerecht und insbesondere tierfreundlich hergestellt worden sind.
Frank Stronach (www.facebook.com/ frankswelt )
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