Ohrmilben ( Psoroptes spp., Otodectes spp. ), parasitieren im äußeren Gehörgang von Katzen, Kaninchen, Hunde, Frettchen, Nerz, Fuchs,…
Diese mit freiem Auge sichtbaren, kleinen Milben leben auf der Hautoberfläche im äußeren Gehörgang und Innenfläche der Ohrmuschel.
Sie stechen die oberflächlichen Hautschichten an und ernähren sich von der Körperflüssigkeit ( Lymphe ). Die Parasiten legen auch dort ihre Eier ab, aus denen sich nach 15 – 21 Tagen wieder reife Milben entwickeln.
Die Ansteckung erfolgt durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren, vor allem von der Mutter auf das Jungtier.
Auch eine indirekte Übertragung von mit Milben verschmutzten Bürsten, oder Lagerstätten ist möglich.
Eine Übertragung auf den Menschen ist äußerst unwahrscheinlich.
Auf Grund der mechanischen und nutritiven Schädigung der Haut entsteht ein massiver Juckreiz im Ohr und eine Entzündung des äußeren Gehörganges.
Eine weitere Infektion mit Bakterien oder Pilzen kann das entzündliche Geschehen massiv verschlimmern. Durchbruch des Trommelfells, Mittelohrentzündung bis hin zur Taubheit können schlimme Folgeerscheinungen dieser Parasitose sein.
Einen Befall mit Ohrmilben am Haustier erkennt man am vermehrten Juckreiz am Ohr, Kopfschütteln, Kratzspuren am Ohrgrund, Rötung des Ohres und schwarzbraune krümelige Krusten im äußeren Gehörgang. Vor allem beim Erwerb von Katzenwelpen sollte man auf diese Symptome achten !
Ein Besuch beim Tierarzt ist unumgänglich !