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Mär 3

Written by: pöllstefan
03.03.2010 09:33 

Rinderversteigerung jetzt im Internet möglich


heinz bayer maishofen (SN). Offenbar gilt die Devise „Alles ist möglich“ nicht nur im Lotto. Sie trifft auch auf das Internet zu.

Stefan Pöll, Landwirt in Kirchberg in Tirol, baute eine virtuelle Versteigerungshalle im World Wide Web mit dem Namen www.Afairerpreis.com. Der Zusatzbegriff lautet: „Die Auktionsplattform für modernen Viehhandel“. Warum das sinnvoll sein soll, begründet der Tiroler so: „Heraus aus dem Stall, hinein in den Hänger und dann geht die große Reise zur nächsten Viehversteigerung los. Nicht nur für Landwirte, auch für die Tiere stellt das regelmäßig eine Ausnahmesituation dar.“

Auf seinem Internetportal könnten Tiere ge- und verkauft werden, ohne dass sie zuvor in den Hänger gerieben werden müssten.

„Jeder Bauer kann selbst bestimmen, für welchen Preis er seine Kuh verkaufen möchte. Wird dieser Mindestpreis bei der Auktion nicht erreicht, bleibt das Vieh im Stall.“

Das Einstellen der Angebote bleibe für den Verkäufer so lange kostenlos, bis es tatsächlich zum Geschäftsabschluss komme. „Erst dann sind zwei Prozent Provision fällig.“ Derzeit werden 35 Rinder, zwei Pferde, drei Schafe und mehrere Kleintiere angeboten.

Entsteht da dem Rinderzuchtverband in Maishofen still und heimlich Konkurrenz, weil im Netz bessere Preise zu erzielen sind? Geschäftsführer Bruno Deutinger: „Nein. Wir sind eine Vermarktungs- und Zuchtorganisation. Diese Internetplattform kann sinnvoll für eine Nischenproduktion sein. Sie kann auch zur Alternative werden, wenn ein Landwirt einmal keine Zeit hat, zur Versteigerung zu fahren. Wobei: Höhere Preise sind auf jeden Fall bei einer echten Versteigerung zu erzielen, weil man dort auf mehr Kaufinteressenten trifft und damit der Preis nach oben geht.“


Salzburg / 27.02.2010 27.02.2010

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